Der Staat hat seit 1979 per Gesetz den Auftrag der Förderung der
Erwachsenenbildung. Die Ziele der Erwachsenenbildung werden im Gesetz betreffend die Förderung der Erwachsenenbildung
in Art. 2 wie folgt formuliert: „Die Erwachsenenbildung bietet die Möglichkeit, Kenntnisse und Fähigkeiten
zu erwerben und zu vermehren. Sie trägt bei zur geistigen Entfaltung des Einzelnen, insbesondere zur
Persönlichkeitsentwicklung und zu vermehrter Anteilnahme der Bevölkerung an den Zeitproblemen“.
Im Juli 1979 wurde unter der Obhut des Dekanats die Arbeitsstelle
für Erwachsenenbildung gegründet. 1985 übernahm sie im Auftrag der Regierung die Freizeit- und Weiterbildung.
Auf diese Weise konnten Synergien zusammenfliessen und zum gemeinsamen Wohl genutzt werden. In allen
Gemeinden des Landes gibt es nun Bildungsangebote vor Ort. Neben der Arbeitsstelle für Erwachsenenbildung
hat sich eine Reihe weiterer Veranstalter mit spezifischen Angeboten der Erwachsenenbildung entwickelt.
Dazu zählen unter anderem das Haus Gutenberg in Balzers, das Gemeinschaftszentrum Resch in Schaan oder
der Verein Bildungsarbeit für Frauen. Daneben existieren noch weitere Veranstalter, bei denen die Erwachsenenbildung
nur einen Teilaspekt ihrer Tätigkeit ausmacht.
Die oben erwähnte Arbeitsstelle für Erwachsenenbildung wurde im
Jahre 2000 in die eigenständige Erwachsenenbildung Stein-Egerta Anstalt umgewandelt. Sie gibt zweimal
jährlich das „Kursbuch für Freizeit und Erwachsenenbildung“ heraus. Es erscheint in einer Auflagenhöhe
von rund 17‘000 Exemplaren und geht an alle Haushalte des Landes und zu Abonnenten in der Region. Darin
sind teilweise auch die Programme anderer Veranstalter aufgeführt, die aber gleichzeitig auch eigene
Kursprogramme herausgeben.
Nach der Auflösung des Dekanats im Zuge der Errichtung des Erzbistums
Vaduz wurde auch die Erwachsenenbildung in Liechtenstein neu geregelt. Das Erwachsenenbildungsgesetz
von 1979 wurde 1999 abgeändert. Wesentlich war dabei die Einrichtung einer öffentlich-rechtlichen Stiftung
„Erwachsenenbildung Liechtenstein", die in einem separaten Gesetz geregelt wurde. Der Stiftung
wurde die Trägerschaft über die Erwachsenenbildung übertragen. Sie ist der Regierung verantwortlich.
Sie bezieht die finanziellen Mittel aus dem vom Landtag genehmigten Budget sowie weiteren Einkünften
von Gemeinden und von Privaten. Der Stiftung obliegt unter anderem die Koordination der Erwachsenenbildung,
die finanzielle Unterstützung der Veranstalter, die Kontrolle des Mitteleinsatzes, die Beratung, die
Pflege internationaler Kontakte und weitere Aufgaben.
Stiftung Erwachsenenbildung Liechtenstein
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 Die Räumlichkeiten von
Haus Stein-Egerta beherbergen zahlreiche Angebote der Erwachsenenbildung
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