1938 - 1989 Am
16. August 1906 wurde Prinz Franz Josef auf Schloss Frauenthal in der Steiermark als erster Sohn von
Prinz Alois von und zu Liechtenstein und Erzherzogin Elisabeth Amalie von Österreich geboren. Kaiser
Franz Josef I. war Pate des kleinen Prinzen. Auf verschiedenen Schlössern Österreichs
verbrachte Prinz Franz Josef eine unbeschwerte Jugend, und besonders der Aufenthalt auf Schloss Gross-Ullersdorf
in Mähren (1911-1914) verdient hervorgehoben zu werden, weil der junge Prinz dort seine Liebe zur Natur
entwickelte, die sein künftiges Studium bestimmte. Nach
einer auf den Traditionen des liechtensteinischen Geschlechtes
aufbauenden Erziehung besuchte Prinz Franz Josef das Schottengymnasium in Wien, das er 1925 mit der
Matura abschloss. Seine liebsten Fächer waren Mathematik, Naturgeschichte und Griechisch.
Seiner grossen Naturliebe entsprach das nun folgende Forststudium an der Hochschule für Bodenkultur
in Wien (1925-1929). 1929 verliess Prinz Franz Josef die Hochschule als Diplomforstingenieur und widmete
sich in der Folge der Verwaltung der ausgedehnten Güter in der damaligen Tschechoslowakei, die ihm nach
dem Tode
des Fürsten Johann II. zufielen. Der Ski- und Bergsport
sowie Schwimmen gehörten zu seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen. Sehr oft war der junge Prinz auch
auf Reisen in Europa und in Übersee. Am 30. März 1938
hatte Fürst Franz I. dem Prinzen Franz Josef die Regentschaft übergeben. Am 25. Juli des gleichen Jahres
starb Franz I. und der designierte Prinzregent übernahm die Leitung der Geschicke des Landes. Am 30.
Mai 1939 fand die Huldigung des liechtensteinischen Volkes an seinen Fürsten statt. Während
die Welt durch die Kriegswirren des „Dritten Reiches" bedroht wurde, gewann diese Kundgebung doppelte
Bedeutung: Das Volk legte ein eindrückliches Bekenntnis zur Eigenstaatlichkeit unter Führung seines
neuen Fürsten Franz Josef II. ab. Einen zweiten Höhepunkt
erlebte Liechtenstein, als sich der Fürst am 7. März 1943 mit Gräfin Georgine von Wilczek vermählte
(Tochter des Grafen Ferdinand von Wilczek und der Gräfin Nora Kinsky, geboren in Graz am 24. Oktober
1921, gestorben in Vaduz am 24. Oktober 1989). Dieser
Verbindung entsprossen fünf Kinder: - Erbprinz
Hans-Adam, geb. 14. Februar 1945
- Prinz Philipp Erasmus, geb.
19. August 1946
- Prinz Nikolaus Ferdinand, geb. 24. Oktober
1947
- Prinzessin Nora Elisabeth, geb. 31. Oktober 1950
- Prinz
Franz Josef Wenzel, geb. 19. November 1962, gest. 28. Februar 1991.
Fürst
Franz Josef II. legte sein ganzes Augenmerk darauf, Liechtenstein aus dem Zweiten Weltkrieg herauszuhalten.
In Thronreden und Botschaften stärkte der Regent die innere Geschlossenheit und Widerstandskraft seines
Volkes. Nach dem Krieg galt die Sorge Franz Josef II. dem wirtschaftlichen, sozialen
und kulturellen Fortschritt Liechtensteins. Vom Erfolg seiner Bemühungen zeugte ein modernes und im
hohem Masse lebensfähiges Liechtenstein. |
 Fürst Franz Josef II.
 Fürst
Franz Josef II. mit Ehefrau Fürstin Gina
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