Die starke vertikale Gliederung des Landes von 430 bis zu 2'600 Meter bringt mit sich, dass auf eng begrenztem Raum eine breite tierische Mannigfaltigkeit herrscht. In einem so kleinen Alpenland steht naturgemäss die Alpentierwelt im Vordergrund. Hier ist die Tierwelt gewissermassen noch komplett. Neben den vier grossen Arten Rotwild, Gämse, Steinbock und Steinadler sind von der nordisch alpinen Tiergruppe auch der Schneehase und das Alpenschneehuhn im Alpengebiet heimisch. Beide verstehen es, sich geschickt ihrer Umwelt anzupassen, indem sie im Winter eine weisse Schutzfarbe annehmen. Zur alpinen Fauna gehören ausser den vorgenannten Arten auch das Murmeltier, die Nordfledermaus; aus der Vogelwelt das Birkhuhn, der Dreizehenspecht, der Raufusskauz, der Sperlingskauz, die Alpendohle, der Mauerläufer, der Schneefink, der Bergpieper, die Alpenbraunelle und der Zitronengirlitz.
In Liechtensteins Alpenwelt ist zudem der Alpensalamander heimisch, der insbesondere bei Regenwetter anzutreffen ist. Er ist in Liechtenstein der einzige Vertreter der Klasse der Lurche, der lebend gebärend ist. Grasfrosch, Erdkröte oder Bergmolch kommen ebenfalls vor, sind aber auf Laichgewässer angewiesen, damit sich die Larven zu erwachsenen Tieren entwickeln können. Die Kreuzotter, die einzige Giftschlange Liechtensteins, ist ebenfalls im Alpengebiet heimisch.
Der alpine Raum ist reich an Insekten. So stellt die Formation der alpinen Grasheide sowohl von der Ausdehnung wie auch von der Artenzahl mit 88 Arten den Hauptlebensraum der Tagfalter Liechtensteins dar. Unter den Heuschrecken kommt die Sibirische Keulenschrecke nur an wenigen Orten, die Rotflügelige Schnarrschrecke gar nur in der Schneeflucht zwischen Steg und Malbun auf 1'500 m ü. M. vor.
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 Gehört zu Liechtensteins alpiner Fauna: das Murmeltier
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