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Sportgeschichte 

Die erste bekannte Nachricht von sportlicher Tätigkeit in Liechtenstein betrifft das Schützenwesen. Von 1789 ist die älteste Schützenverordnung Liechtensteins erhalten und ein Mitgliederverzeichnis aus dem Jahr 1802.

Neben diesen Schützengesellschaften, die wohl sportlich tätig waren, aber eigentlich andere Hauptzwecke hatten, betreffen die ersten sportlichen Aktivitäten Skilauf, Turnen, Rad fahren, Tennis, Autosport und Fussball.
Als einer der ersten Skifahrer kann der fürstliche Oberjäger Josef Negele (Rotenboden) bezeichnet werden, der vom Fürstlichen Forstinspektor Kuen Skis aus dem Tirol erhielt. Als Hilfe benützte er den damals üblichen langen Bergstock, als Skiwachs Seife, zum Aufbinden Hosenträger anstelle von Fellen. Als er etwa 1895 erstmals über „Balischgut“ herunterfuhr, meinten die überraschten Augenzeugen: „Jetzt isch d’s Jäger Toni’s Buab närscha, er het Britter a d’r Füess denna!“ Ein weiterer Pionier war der Kunstmaler Friedrich Kaufmann, der 1910 erstmals das Malbuntal auf Skis befuhr - acht Tage lang. Manchen Leuten galt er als „Spinner“ und „gfehlter Student“.

Noch vor dem ersten eigentlichen Skiverein, dem 1926 in Vaduz gegründeten „Skiclub Liechtenstein“, soll ein „Skiclub Samina“ existiert haben. Der Skiclub Liechtenstein, 1931 in Schaan neugegründet, schloss sich 1936 mit dem neuen Skiclub Triesenberg zu einem Verband zusammen.

Im Bereich des Turnens entstand 1886 in Vaduz ein Verein, der durch „Turnübungen eine gewandte und tüchtige Mannschaft für eine künftige Feuerwehr“ herausbilden wollte.
Die eigentliche Turnbewegung nahm in den 30er Jahren weiteren Aufschwung, als 1932 die Turnvereine Balzers und Triesen gegründet wurden.

Etwa gleichzeitig mit der Gründung der Turnvereine vollzog sich das Entstehen der Fussballclubs. Gründungsjahr ist ebenfalls 1932, als die Clubs Vaduz, Balzers und Triesen gegründet wurden. 1949 folgte Schaan, 1954 Mauren, 1958 Ruggell, 1963 der USV Eschen-Mauren und 1972 der FC Triesenberg.

Mit der Gründung des Tennisclubs Vaduz am 25. August 1925 bot sich die Gelegenheit für das Tennisspiel in Liechtenstein. Im selben Jahr entstand der Automobil-Club Liechtenstein (ACFL), der eine rege Tätigkeit zu entfalten vermochte, woraus 1930 eine Sportgruppe entstand.

Als Untergruppe der Pfadfinderschaft Liechtensteins bildete sich 1932 eine Sportgruppe. Die Pfadfinder sind in den 30er und 40er Jahren durch eine überaus reiche sportliche Tätigkeit hervorgetreten und sind als einer der Motoren der frühen Sportbewegung Liechtensteins zu bezeichnen.

Trotz aller Aktivitäten fand der Sport in Liechtenstein anfänglich nur zögernde Aufnahme. Der Sport genoss kein Ansehen, wurde verspottet - das Leben im damals noch primär bäuerlichen Liechtenstein war hart und die Bevölkerung darbte zu sehr, als dass solchen Liebhabereien der Durchbruch gelungen wäre. Volkserzieherische und weltanschauliche Ziele existierten noch nicht. Staatliche Hilfeleistungen waren ausgeschlossen, Sportanlagen eine Utopie. Trotz der anfänglich vorhandenen Bremsfunktionen von Gesellschaft, Kirche und auch Schule setzte sich der Sport seit etwa 1930 in Liechtenstein langsam aber sicher durch.

Sport in Liechtenstein: trotz zögerlichem Start eine Erfolgsgeschichte
Sport in Liechtenstein: trotz zögerlichem Start eine Erfolgsgeschichte
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zögerlichem Start eine
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