Wie andere Länder ist Liechtenstein an einer Aufarbeitung seiner
Geschichte in der Zeit des Zweiten Weltkriegs interessiert, denn die Aufarbeitung der Vergangenheit
stärkt ein Land für die Bewältigung zukünftiger Probleme. Am
22. Mai 2001 hat die Liechtensteinische Regierung aufgrund diverser Anregungen und in der Öffentlichkeit
aufgeworfenen Fragen eine Unabhängige Historikerkommission bestellt und diese beauftragt, Fragen zur
Rolle Liechtensteins im Zweiten Weltkrieg vertieft abzuklären. Der Unabhängigen Historikerkommission
unter dem Vorsitz von Dr. Peter Geiger gehörten Historiker aus Liechtenstein, Israel, Österreich und
der Schweiz an. Ihr standen für die Forschungsarbeiten finanzielle Mittel von rund 3.5 Millionen Franken
zur Verfügung. Gleichzeitig hat die Regierung einen
Beratungs- und Koordinierungsausschuss eingesetzt, welcher die Regierung in allen in diesem Zusammenhang
auftauchenden Fragen, insbesondere im Bereich der Innen- und Aussenpolitik, der Öffentlichkeitsarbeit
und der Konsequenzen aus der Historikerarbeit berät. Die
Unabhängige Historikerkommission Liechtenstein Zweiter Weltkrieg hat nun, nach knapp vierjähriger Tätigkeit,
ihren Schlussbericht zu den Forschungsarbeiten über die Rolle Liechtensteins im Zweiten Weltkrieg vorgelegt.
Ergänzt wird der Schlussbericht mit einzelnen Studien zu Sonderthemen. Eine
rund 40-seitige Zusammenfassung des Schlussberichtes sowie die Schlussfolgerungen der Regierung sind
ab heute verfügbar. Der gesamte, mehrere hundert Seiten umfassende Schlussbericht und die Einzelstudien
der Unabhängigen Historikerkommission werden im Sommer 2005 in Buchform publiziert. Dr.
Peter Geiger, Präsident der Unabhängigen Historikerkommission, stellte mit Befriedigung fest, dass der
freie und ungehinderte Zugang zu allen Archiven und Dokumenten eine Aufarbeitung in der vorliegenden
Tiefe und Ausführlichkeit ermöglichte. „Uns standen alle Archive offen. Wir konnten ungestört und völlig
unbeeinflusst arbeiten,“ bestätigte der Historiker. Die
Historikerkommission setzt sich wie folgt zusammen: - PD
Dr. Peter Geiger, Schaan, Präsident (PDF, 76.46 KB)
 - Lic.phil.
Arthur Brunhart, Balzers, Vizepräsident (PDF, 79.08 KB)
 - Prof.
Dr. Erika Weinzierl, Wien (PDF, 63.80 KB)
 - Prof.
Dr. Carlo Moos, Zürich (PDF, 77.69 KB)
 - Prof.
Dr. David Bankier, Jerusalem (PDF, 61.83 KB)
 - Prof.
Dr. Dan Michman, Ramat-Gan (PDF, 72.83 KB)

Medienkonferenz
zu den Untersuchungsergebnissen der Unabhängigen Historikerkommission Liechtenstein am 13. April 2005   
Zusammenfassung
des Schlussberichts der Unabhängigen
Historikerkommission (PDF, 179.20 KB)  Schlussfolgerungen der
Regierung (PDF, 103.32 KB)  Tätigkeitsbericht des Beratungs- und
Koordinierungsausschusses (PDF, 51.12 KB)  Chronologie der wichtigsten
Beschlüsse und Ereignisse (PDF, 57.37 KB)  Pressemitteilung vom
13. April 2005 (PDF, 52.61 KB)  Buchpräsentation
der Untersuchungsergebnisse der Unabhängigen Historikerkommission Liechtenstein am 18. Oktober 2005 Pressetext
- Untersuchung zu nachrichtenlosen Vermögenswerten bei liechtensteinischen Banken in der NS-Zeit (PDF, 5.14 KB)
 Pressetext - Versicherungen in Liechtenstein in der
NS-Zeit (PDF, 4.44 KB)  Pressetext - Liechtensteinische Finanzbeziehungen
in der NS-Zeit (PDF, 7.68 KB)  Pressetext - Liechtensteinische
Industriebetriebe und die Frage nach der Produktion für den deutschen Kriegsbedarf (PDF, 4.31 KB)  Pressetext
- Liechtenstein und der internationale Kunstmarkt 1933-1945 (PDF, 14.78 KB)  Pressetext
- Liechtenstein und die Flüchtlinge zur Zeit des Nationalsozialismus (PDF, 3.93 KB)  Präsentation
des Schlussberichts und der Einzelstudien in Vaduz (PDF, 19.41 KB)  Liste
der Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission (PDF, 5.45 KB)  Weitere
Informationen Pressemitteilung vom 5.
Juni
2009 (PDF, 415.27 KB)  |