Im Juni 2002 hat die Liechtensteinische Regierung eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe mit dem Mandat errichtet, die Ergebnisse der UNO-Weltkonferenz gegen Rassismus und die internationalen Verpflichtungen Liechtensteins im Bereich der Prävention und Bekämpfung von Rassismus in Form eines Nationalen Aktionsplans (NAP) (PDF, 9.95 KB) in Liechtenstein umzusetzen. Da offener Rassismus oder rassistische Gewalt in Liechtenstein glücklicherweise ein Randphänomen ist, konzentriert sich die Arbeitsgruppe auf Präventionsmassnahmen, in erster Linie auf die Sensibilisierung der Bevölkerung, der Behörden und bestimmter Zielgruppen sowie die Förderung des gegenseitigen Verständnisses und die Verbesserung der Integration von Ausländerinnen und Ausländern. Sie setzt sich ausserdem für die Grundlagenforschung im Zusammenhang mit der Erhebung von statistischen Daten zur Rassismusbekämpfung und Chancengleichheit ein und hat das Liechtenstein-Institut mit einer entsprechenden Studie befasst. Darin sieht die Arbeitsgruppe eine zentrale Voraussetzung für das friedliche Zusammenleben einer doch sehr multinationalen Bevölkerung in Liechtenstein.
Die Arbeitsgruppe erhielt in Folge der Veröffentlichung des Abschlussberichtes der Unabhängigen Historikerkommission zur Rolle Liechtensteins im Zweiten Weltkrieg von der Regierung ein neues Mandat. Die Arbeitsgruppe wurde beauftragt, die von der Regierung zur Vorbeugung und Bekämpfung von Antisemitismus in Liechtenstein festgesetzten Massnahmen zu koordinieren. Damit wird dieser spezifischen Ausprägung von Rassismus vor dem Hintergrund historischer Tatsachen innerhalb des Mandats der Arbeitsgruppe eine besondere Gewichtung gegeben. Die Arbeitsgruppe annerkennt die Notwendigkeit einer solchen Gewichtung, legt ihr Schwergewicht jedoch weiterhin auf die Vorbeugung rassistischer und fremdenfeindlicher Einstellungen durch Sensibilisierungs- und Integrationsmassnahmen bzw. durch die Förderung des gegenseitigen Verständnisses und Respekts.
Das Mandat der Arbeitsgruppe gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit (AG R, ehemals AG NAP) ist per Ende Juni 2007 ausgelaufen. Die verbleibenden Agenden wurden gemäss Regierungsbeschluss der Stabsstelle für Chancengleichheit (SCG) für ihre Tätigkeit im Bereich Migration und Integration von Ausländerinnen und Ausländern in Liechtenstein sowie die Gewaltschutzkommission übertragen. Die Projektgruppe "Statistik", welche unter der AG R mit dem Ziel der Verbesserung der Datenlage im Bereich Rassismus und Diskriminierung errichtet wurde, wird ihr Mandat unter der Leitung der SCG zum Abschluss bringen. Als Abschluss ihrer Tätigkeit hat die AG R einen Integrationsbericht ("Statusbericht über die Situation im Bereich Integration") verfasst.
Die Tätigkeiten der AG NAP (jetzt AG R) sind in ihren Jahresberichten (2003 (PDF, 79.11 KB) / 2004 (PDF, 91.51 KB) / 2005 deutsch (PDF, 160.26 KB) / englisch (PDF, 152.13 KB) 2006 deutsch (PDF, 144.10 KB) / englisch (PDF, 136.97 KB) 2007 deutsch (PDF, 59.32 KB) / englisch (PDF, 54.82 KB) ) ausführlich dokumentiert.
Die AG R hat im Auftrag der Regierung einen Statusbericht zur Integration in Liechtenstein verfasst: Bericht "Integration der ausländischen Bevölkerung in Liechtenstein 2007" deutsch (PDF, 7.22 MB) / englisch (PDF, 4.30 MB) 
Informationen zur Arbeitsgruppe: Christine Stehrenberger (Vorsitzende), Amt für Auswärtige Angelegenheiten Tel. +423 236 60 56
Die Verantwortung für die Inhalte liegt beim Amt für Auswärtige Angelegenheiten, 9490 Vaduz, 
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