Neben der Pflege der bilateralen Beziehungen mit anderen Staaten
ist die multilaterale Zusammenarbeit ein wichtiges Element der liechtensteinischen Aussenpolitik. Die
multilateralen Beziehungen ermöglichen es Liechtenstein, seine Eigenstaatlichkeit zu sichern und ein
eigenes aussenpolitisches Profil zu entwickeln.
1950 trat Liechtenstein dem Statut des Internationalen Gerichtshofs
(IGH) bei. 1975 unterzeichnete Liechtenstein zusammen mit 34 anderen Staaten die KSZE-Schlussakte von
Helsinki, 1978 erfolgte der Beitritt zum Europarat und 1990 trat Liechtenstein als damals kleinster
Mitgliedstaat den Vereinten Nationen (UNO) bei. Zu den eher politischen multilateralen Beziehungen kamen
im Laufe der 90er Jahre wichtige europäische und weltweite Übereinkommen im aussenwirtschaftlichen Bereich
hinzu, wobei der europäischen Integration, namentlich den Beziehungen mit der Europäischen Union (EU),
besondere Bedeutung zukommt. 1991 trat Liechtenstein der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA)
als Vollmitglied bei, seit dem 1. Mai 1995 ist es Mitglied der Welthandelsorganisation
(WTO).  Die
Verantwortung für die Inhalte liegt beim Amt für Auswärtige Angelegenheiten, 9490 Vaduz,

|
 Ehemaliger Regierungschef Otmar Hasler am Weltgipfel 2005 in New York
|