Seit Anfang der 70er Jahre hat die internationale Staatengemeinschaft erkannt, dass die Ziele des Umweltschutzes sich nur durch internationale Zusammenarbeit erreichen lassen. In der Folge wurden insbesondere in den Bereichen Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Schutz der Arten und natürlichen Ressourcen, in der Abfallentsorgungspolitik und beim Schutz der Ozonschicht zahlreiche internationale Verträge auf regionaler und globaler Ebene abgeschlossen
Der Erdgipfel von Rio de Janeiro im Jahr 1992, die bis dahin grösste Versammlung von Staats- und Regierungschefs, bildete einen Wendepunkt in der internationalen Umwelt- und Entwicklungspolitik. Der Erdgipfel hat wegweisende Impulse geliefert. Zu diesen gehört insbesondere die Agenda 21, das 40 Kapitel umfassende globale Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung. Drei bedeutende Umweltabkommen gingen aus dem Erdgipfel hervor: Die Klimakonvention, das Übereinkommen über die biologische Vielfalt sowie das Übereinkommen zur Bekämpfung der Wüstenbildung.
Liechtenstein hat im Rio-Prozess aktiv mitgearbeitet und hat sowohl am Erdgipfel 1992 als auch am Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 (PDF, 15.00 KB) auf Ministerebene teilgenommen. Anlässlich dieser Konferenz hat sich Liechtenstein zusammen mit der ganzen Staatengemeinschaft verpflichtet, das Konzept der nachhaltigen Entwicklung (PDF, 7.30 KB) – d.h. eine umfassende Strategie, in welcher wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte gleichermassen integriert werden - auf nationaler und internationaler Ebene umzusetzen. Für die liechtensteinische Regierung ist Nachhaltigkeit ein zentraler Leitbegriff ihrer Politik.
In Vorbereitung auf den Weltgipfel in Johannesburg hat Liechtenstein Bilanz über die nationale Umsetzung der Agenda 21 – das globale Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung - gezogen und einen entsprechenden Bericht an die UNO abgegeben (Country Profile of Liechtenstein (PDF, 350.87 KB) ).
Der Schutz der Umwelt und der natürlichen Lebensgrundlagen ist eine Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Zur Lösung der globalen Umweltprobleme ist eine Weiterentwicklung und Umsetzung von internationalen Strategien und Massnahmen erforderlich. Umweltbelastungen und umweltbedrohende Prozesse wie die weltweite Klimaerwärmung machen vor der Landesgrenze nicht Halt. Ein Engagement zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist deshalb im ureigenen Interesse Liechtensteins. Aus Gründen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ist Liechtenstein daran interessiert, dass international geltende Umweltstandards und Haftungsregeln vereinbart werden, welche gleiche Rahmenbedingungen für alle setzen. Gerade ein kleines Land wie Liechtenstein kann zudem aus der internationalen Zusammenarbeit bedeutende Synergien gewinnen.
Schwerpunkte Liechtensteins in der internationalen Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik
-die nachhaltige Entwicklung der Bergregionen , dabei insbesondere die Zusammenarbeit mit den Alpenstaaten
-der Schutz und die nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen, dabei insbesondere die regionale und überregionale Zusammenarbeit zum Schutz und zur Überwachung des Rheins
-der Klimaschutz und die Umsetzung der Klimakonvention 
Liechtenstein schenkt dabei der regionalen Zusammenarbeit in allen diesen Fragen besonderes Augenmerk. Das Land ist sich aber auch seiner Verantwortung gegenüber benachteiligten Ländern bewusst und leistet sowohl finanzielle Unterstützung als auch Unterstützung durch die Entsendung von Experten, um eine ressourcenschonende Entwicklung in diesen Ländern zu fördern.
Von Liechtenstein ratifizierte und unterzeichnete internationale Umweltabkommen (PDF, 62.07 KB) 
Mit dem Beitritt zu internationalem Umweltübereinkommen geht häufig eine Verpflichtung zur Berichterstattung über die Umsetzung der Vertragsinhalte auf nationaler Ebene einher.
|