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Der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung 2002 - Wichtigste Ergebnisse 

Die Ergebnisse des Weltgipfels, welcher vom 26. August bis 4. September 2002 in Johannesburg stattfand, sind ein umfassender Aktionsplan, eine Politische Erklärung der Staats- und Regierungschefs sowie eine offene Liste mit Partnerschaften („Type II’s“) zur Umsetzung der Agenda 21, der Ziele der Millenniums-Erklärung der Vereinten Nationen und der in Johannesburg vereinbarten neuen Nachhaltigkeitsziele.

Im Aktionsplan bestätigten die Staaten unter anderem erneut ihre Verpflichtung zur Umsetzung der in der Millenniums-Erklärung der Vereinten Nationen vereinbarten acht Entwicklungsziele. Diese umfassen:

  • Die Verminderung extremer Armut
  • Den Zugang zu adäquater Grundschulbildung für alle
  • Die Verringerung der Kindersterblichkeit
  • Die Verbesserung der Gesundheit und Fürsorge für Mutter und Kind
  • Den Kampf gegen HIV/Aids und andere verbreitete Krankheiten
  • Die Gleichstellung der Geschlechter
  • Die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen
  • Die Erstellung einer globalen und umfassenden Partnerschaft für Entwicklung

Der Aktionsplan enthält weiter folgende Schwerpunkte und Zeitziele:

  • Armutsbekämpfung:
    Globale Nachhaltigkeit zu erreichen bedeutet auch, die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen zu senken. Der Abbau von Handelshemmnissen für Entwicklungsländer am Weltmarkt, der Umbau und die Stärkung der Entwicklungsfinanzierung und die Sicherstellung der nachhaltigen Energie-, Wasser- und Abwasserversorgung in Entwicklungsländern wurden als Kernpunkte identifiziert
  • Wasser/Siedlungshygiene:
    Das Entwicklungsziel, die Anzahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser bis 2015 zu halbieren, wurde auf Abwasserentsorgung und Siedlungshygiene ausgedehnt
  • Energie:
    Das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 15 Prozent bis im Jahr 2010 festzulegen, konnte nicht im Aktionsplan verankert werden. Der Plan sieht jedoch eine „bedeutende Erhöhung“ des Anteils erneuerbarer Energien und mehr Effizienz im Energiebereich vor
  • Chemikalien:
    Bis 2020 soll ein besserer Schutz von Mensch und Umwelt vor Chemikalien sichergestellt werden
  • Nachhaltige Produktion und Konsum:
    Forderung nach Trendumkehr im Konsumverhalten der Wegwerfgesellschaft und Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung
  • Biodiversität:
    Bis zum Jahr 2010 soll die gegenwärtige Geschwindigkeit des Artensterbens deutlich reduziert werden
  • Fischerei:
    Die Fischbestände sollen erhalten werden. Weiteres Ziel ist eine Erholung geschädigter Bestände bis 2015. Zerstörende Fischereipraktiken sollen beseitigt und weitere Meeresschutzgebiete basierend auf internationalem Recht und wissenschaftlicher Information bis 2012 geschaffen werden
  • Handel:
    Bestätigung der Ergebnisse der WTO-Ministertagung in Doha 2001 und der Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Monterrey im März 2002
  • Globale Regeln für Unternehmen:
    Die ökologische und soziale Verantwortung der global handelnden Unternehmen wird als wichtiger Bestandteil der Nachhaltigen Entwicklung angesehen
  • Berggebiete:
    Sicherung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Bewirtschaftung, Tourismus und Naturschutz im Sinne einer nachhaltigen Bergentwicklung

Nützliche Links

  • Nachhaltige Entwicklung in der UNO (www.uno.de/umwelt/index.cfm ):
    Die deutschsprachige Website enthält die wichtigsten Abschlussdokumente der Konferenzen zur Nachhaltigen Entwicklung (Johannesburg 2002, Rio 1992, Stockholm 1972)
  • United Nations – Sustainable Development (www.un.org/esa/sustdev ):
    Die Website enthält unter anderem die Dokumente der Rio- und der Johannesburg-Konferenz sowie Informationen zur Kommission für Nachhaltige Entwicklung

Die Verantwortung für die Inhalte liegt beim Amt für Auswärtige Angelegenheiten, 9490 Vaduz, office@liechtenstein.li

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