Das Klima ändert sich. Weltweit steigen die durchschnittlichen Jahrestemperaturen. Vieles deutet darauf hin, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird. Die auf Öl, Erdgas und Kohle basierende Weltwirtschaft stösst täglich Millionen Tonnen von Kohlendioxid (CO2) aus. Zusammen mit weiteren Treibhausgasen heizt das CO2 das Klima auf. Zu den vermuteten Folgen des Klimawandels gehören die Zunahme von Wetterextremen wie Hitzewellen, Stürme, Starkniederschläge, und damit zusammenhängend die Zunahme von Hochwasser und Erdrutschen, der Anstieg des Meeresspiegels sowie der Rückgang der Gletscher.
Die Staatengemeinschaft hat den Klimawandel als weltweites und die gesamte Menschheit betreffendes Problem erkannt. So wurde 1992 am Erdgipel in Rio de Janeiro das erste internationale Übereinkommen zum Klimaschutz, die sogenannte Klimakonvention, verabschiedet. 1997 wurde mit dem Kyoto-Protokoll ein Zusatzabkommen verabschiedet, welches konkrete und verpflichtende Zeitziele enthält. So verpflichten sich die Industrieländer darin, ihre Treibhausgas-Emissionen im Durchschnitt der Jahre 2008-2012 um mindestens 5 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Für die einzelnen Industrieländer wurden individuell verbindliche Reduktionsziele festgelegt. Das Kyoto-Protokoll trat am 16. Februar 2005 in Kraft.
Ende 2005 fand in Montreal die erste Konferenz der Kyoto-Vertragsparteien statt. Liechtenstein nahm ebenfalls daran teil. Die Vertragsparteien einigten sich darauf, Beratungen über weitere Reduktionsverpflichtungen für die Zeit nach 2012, dem Ende der ersten Verpflichtungsperiode, zu starten.
Liechtenstein liegt inmitten der Alpen. Sowohl die bisherigen Beobachtungen als auch die Modellberechnungen lassen erwarten, dass der Alpenraum von der Klimaänderung überdurchschnittlich stark betroffen ist. Die Folgen der Klimaänderung werden aber voraussichtlich die Entwicklungsländer am stärksten treffen, weil Ihnen die Mittel für aufwändige Schutzmassnahmen fehlen. Liechtenstein steht deshalb in der Mitverantwortung und setzt sich sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene für den Klimaschutz ein.
So ist Liechtenstein seit 1994 Vertragspartei der Klimakonvention und hat das Kyoto-Protokoll 2004 ratifiziert. Liechtenstein hat sich, wie die Schweiz und die EU, mit der Ratifizierung verpflichtet, seine Treibhausgas-Emissionen um 8 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken.
Auf nationaler Ebene wurden insbesondere in der Energie-, Umwelt-, Verkehrs-, Landwirtschafts- und Waldpolitik Massnahmen getroffen. So werden z.B. die Sanierung von Altbauten sowie Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen staatlich gefördert. Mit neuen Wärmedämmungsvorschriften, der revidierten Luftreinhaltegesetzgebung und dem Energieleitbild 2013 wurden weitere wegweisende Schritte zur Reduktion des Ausstosses von Treibhausgasen unternommen. Mit einem nationalen Bericht hat Liechtenstein im Jahr 2005 über den aktuellen Stand der Umsetzung der Klimakonvention und des Kyoto-Protokolls berichtet.
Nützliche Links:
•Nationaler Klimabericht Liechtensteins 2005 (deutsch /englisch (PDF, 648.39 KB)) 
•Was tut die UNO? (www.uno.de) 
Die deutschsprachige Website informiert darüber, welchen Platz Klimaschutz auf der internationalen Agenda einnimmt. Interessierte können die Texte der Klimakonvention und des Kyoto-Protokolls herunterladen.
•Klima Schweiz (www.klima-schweiz.ch) 
Die Website des schweizerischen Bundesamtes für Umwelt (BAFU) enthält viel Wissenswertes zum Thema Klimaschutz. Zudem sind Arbeitsblätter für Schulen zum Thema „Das Klima in Menschenhand“ online verfügbar.
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