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Nachhaltige Entwicklung der Bergregionen 

Liechtenstein liegt mit seiner ganzen Landesfläche im Alpenraum. Die Alpen sind für Liechtenstein und im Selbstverständnis seiner Bevölkerung von existenzieller und prägender Bedeutung. Sie sind Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum. Der ökologisch sensible Alpenraum ist jedoch durch die wachsende Beanspruchung durch den Menschen zunehmend gefährdet.

Ein Gleichgewicht von Schutz und Nutzung sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alpenraum unter Mitsprache und Einbezug der lokalen Bevölkerung sind von grosser Bedeutung für die künftige nachhaltige Entwicklung der Alpenländer. Unter Berücksichtigung dieser Prinzipien hat sich Liechtenstein von Anfang an aktiv am Prozess zur Zusammenarbeit im Alpenraum und an der Ausarbeitung des Übereinkommens zum Schutz der Alpen (Alpenkonvention) und der dazugehörigen Protokolle beteiligt.

Liechtenstein ist seit 1994 Vertragspartei der Alpenkonvention und seit 2002 Vertragspartei der dazugehörigen Protokolle zu den Themen Raumplanung und nachhaltige Entwicklung, Berglandwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege, Bergwald, Tourismus, Bodenschutz, Energie, Verkehr sowie des Protokolls zur Streitbeilegung. Die Zusammenarbeit unter den Staaten der Alpenregion wurde massgeblich von der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA – einer internationalen Nicht-Regierungsorganisation (NGO) mit Sitz in Liechtenstein – angeregt. Sie spielt bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Alpenkonvention und ihrer Protokolle eine wichtige Rolle. Die liechtensteinische Regierung unterstützt die CIPRA jährlich mit namhaften finanziellen Beiträgen.

Mit dem Internationalen Jahr der Berge 2002 sind die Bedeutung, Gefährdung und Potenziale der Bergregionen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Berge für Liechtenstein hat das Land 2002 eine eigene Kampagne lanciert und durchgeführt.

Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg bestätigte das Konzept einer nachhaltigen Berggebietsentwicklung. Der liechtensteinische Umweltminister betonte in seiner Rede in Johannesburg, dass Liechtenstein insbesondere die an der Konferenz lancierte internationale Partnerschaft zur nachhaltigen Entwicklung von Bergregionen sowie die regionalen Berg-Partnerschaften begrüsse und bereit sei, sich aktiv in diesem Prozess zu engagieren und dabei seine Erfahrungen als Alpenstaat einzubringen. Liechtenstein hat sich seither sowohl finanziell als auch personell durch Bereitstellung von Experten in der Förderung einer nachhaltigen Berggebietsentwicklung in den Karpaten, im Kaukasus sowie in Zentralasien engagiert.

Nützliche Links:

•Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (www.alpenkonvention.org)

Informationen zu den Vertragsparteien und zum Stand der Ratifikationen sowie zu den Entscheidungsorganen und Arbeitsgruppen. Interessierte können die Texte der Alpenkonvention und der Protokolle herunterladen.

•Internationale Alpenschutzkommission CIPRA (www.cipra.org)

•Gemeinde-Netzwerk „Allianz in den Alpen“ (www.alpenallianz.org)

Das Gemeinde-Netzwerk ist ein Zusammenschluss von fast 150 Gemeinden im gesamten Alpenraum von Frankreich bis Slowenien. Die Mitgliedsgemeinden haben sich zusammengefunden, um die Ziele der Alpenkonvention für eine nachhaltige Entwicklung im Alpenraum konkret umzusetzen.

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