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Schellenberg 

Schellenberg
http://www.schellenberg.li
( 626 m ü. M. )
Flächenmässig kleinste Gemeinde
Obere und Untere Burgruine
moderne Pfarrkirche
 historischer Höhenweg „Russendenkmal"im Hinterschellenberg
„Biedermann Haus"(bäuerliches Wohnmuseum)
Sportanlagen

Allgemeine Informationen über Schellenberg
Schellenberg ist die flächenmässig kleinste Ortschaft Liechtensteins. Die weitverstreute Siedlung mit den drei Ortsteilen Vorderer, Mittlerer und Hinterer Schellenberg liegt auf dem Hügelrücken des Eschnerbergs. Erwähnenswert ist der historische Höhenweg.
Er zeigt dem interessierten Wanderer die Bilder der prähistorisch bedeutsamen Siedlungsgebiete. Funde bezeugen eine Siedlungskontinuität von der Jungsteinzeit zirka 3000 v. Chr. bis zur La-Tene-Zeit 400 n. Chr.
Der Name Schellenberg stammt vom Rittergeschlecht derer von Schellenberg aus Bayern. Sie waren im 13. Jahrhundert im Besitz der Herrschaft Schellenberg mit den Burgen Neu und Alt Schellenberg. 1699 erwarben die Fürsten von Liechtenstein die Herrschaft. Fürst Franz Josef II. von Liechtenstein schenkte 1956 die Burgruinen dem Historischen Verein. Schellenberg ist auch Standortgemeinde des ältesten Holzwohnhauses in Liechtenstein. 1518 als einfacher Holzstrickbau errichtet, steht das sogenannte Biedermann-Haus heute im Zentrum der Gemeinde, als Dokument spätmittelalterlicher Baukultur, zur Besichtigung offen.

Zur Kartenübersicht der Gemeinden

Historische Bauten und Stätten in Schellenberg

  • Kirche St. Maria Immakulata
    Schellenberg gehörte bis 1881 zur alten Pfarrei Bendern. Die erste eigene Kirche stand in Mittelschellenberg. Die heutige moderne Pfarrkirche wurde von 1960 bis 1963 nach Plänen von Eduard Ladner, Wildhaus, erbaut.
  • Die Burgruinen Schellenberg
    Die Untere Burg, auch Vordere Burg genannt, wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründet.
    Die Obere Burg oder Hintere Burg genannt, dürfte um die Mitte des 13. Jahrhunderts von den aus dem bayerischen Isartal stammenden Herren von Schellenberg erbaut worden sein. 1405 wurde sie während der Appenzeller Kriege zerstört und offenbar bald wieder hergestellt.
    Sie wechselte oft den Besitzer und ging 1699 durch den Erwerb der Herrschaft Schellenberg in den Besitz der Fürsten von Liechtenstein über. 1956 schenkte Fürst Franz Josef II. von Liechtenstein die beiden Ruinen dem Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein, der die Anlagen konservieren liess.
  • Biedermann-Haus Nr. 12
    Nach 14-monatiger Bauzeit wurden im Oktober 1993 die Translozierungsarbeiten am Schellenberger Holzwohnhaus Nr. 12 abgeschlossen. Damit ist es gelungen, eines der ältesten, weitgehend original erhaltenen Holzwohnhäuser Liechtensteins zu erhalten. Es ist ein klassischer, zweigeschossiger Kantholzbau mit einem Kellergeschoss aus Bruchsteinen.
    Untersuchungen haben ergeben, dass es 1518 erstellt wurde und weitgehend in seiner originalen spätmittelalterlichen Raum- und Baustruktur erhalten geblieben ist. Das Haus ist öfters, nachweislich 1687 und 1793/94 abgebaut, transportiert und wieder aufgebaut worden. Das kleine Wohnhaus, seit 1809 im Besitz der Familie Biedermann, wurde bis 1964 bewohnt.
  • Kapelle St. Georg in Hinterschellenberg
    Die erste urkundliche Erwähnung gibt es 1824 in einem Bericht des Landvogts Schuppler. Die archäologischen Grabungen 1980/81 ergaben, dass die Kapelle zwischen 1650 und 1750 erbaut wurde. Das neue Altarbild des St. Georg ist ein Geschenk von Fürstin Gina von Liechtenstein.

Schellenberg verfügt über rund 1'000 Einwohner und ist flächenmässig die kleinste Gemeinde Liechtensteins
Schellenberg verfügt über rund
1'000 Einwohner und ist
flächenmässig die kleinste
Gemeinde Liechtensteins

Das 1518 erbaute Biedermann-Haus ist das älteste Holzwohnhaus Liechtensteins
Das 1518 erbaute
Biedermann-Haus ist das älteste
Holzwohnhaus Liechtensteins

Die beiden Burgruinen Schellenbergs stammen aus dem 12. sowie 13. Jahrhundert
Die beiden Burgruinen
Schellenbergs stammen aus dem
12. sowie 13. Jahrhundert

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