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Fürstentum Liechtenstein
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Vaduz 

Vaduz
http://www.vaduz.li
( 455 m ü. M. )
Hauptort
Residenz der Fürstlichen Familie
Sitz von Regierung und Parlament
Schloss Vaduz, alte Dorfteile Mitteldorf und Oberdorf, Rotes Haus, Liechtensteinisches Gymnasium, Musikschule, Hochschule Liechtenstein, Kunstmuseum Liechtenstein, Liechtensteinisches Landesmuseum, Briefmarkenmuseum, Skimuseum, Landesbibliothek
Kino, Tennis- und Squashhalle, Freibad mit Wasserrutsche, Minigolfplatz, Gleitschirm-Flugschule „Hang-Loose" und diverse Sportanlagen

Allgemeine Informationen über Vaduz
Schloss Vaduz, das markante Wahrzeichen der Ortschaft, ist die Residenz des regierenden Fürsten von und zu Liechtenstein. Aus dem ehemaligen Bauerndorf, das damals vor allem wegen seines vorzüglichen Weins bekannt war, ist ein Ort mit international anerkannten Industrie- und Gewerbebetrieben, Banken und diversen Dienstleistungsbetrieben und vielen Einkaufsmöglichkeiten geworden.
In Vaduz befinden sich unter anderem das Kunstmuseum Liechtenstein, das Landesmuseum, das Liechtensteinische Gymnasium, die Musikschule, die Hochschule Liechtenstein, das Briefmarkenmuseum, das Skimuseum, die Landesbibliothek, ein Freibad, das Rheinpark Stadion und diverse andere Sportanlagen.
Im 12. Jahrhundert wird Vaduz als „Faduzes" oder als „De faduze" urkundlich erwähnt. Die Besiedlung des Orts begann wahrscheinlich schon im 5. Jahrhundert, also wesentlich früher als der Bau des Schlosses, dessen älteste Bauteile aus dem 12. Jahrhundert stammen.
Seit dem 14. Jahrhundert wird der Name "Vaduz" so geschrieben, wie dies heute geschieht. Das ursprüngliche Zentrum von Vaduz war das Mitteldorf. Viele Häuser im Mittel- und Oberdorf stehen unter Denkmalschutz. Von weither sichtbar ist das Rote Haus, ein mittelalterliches Treppengiebelhaus.

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Historische Bauten und Stätten in Vaduz

  • Regierungsgebäude in Vaduz
    Das Regierungsgebäude in Vaduz, von 1903 bis 1905 nach den Plänen des fürstlichen Architekten Gustav von Neumann aus Wien im neubarocken Stil erbaut, ist ein für die damaligen Verhältnisse grosszügiges und repräsentatives Bauwerk. Im Volksmund wird es das „Grosse Haus" genannt. Es galt als Symbol der Kraft, der Zuversicht und des Selbstvertrauens. Projekt und Bauausführung zeichneten sich durch zahlreiche technische Errungenschaften aus, zum Beispiel durch die erste Zentralheizung in Liechtenstein, elektrisches Licht und neuzeitliche Sanitäreinrichtungen. Das Regierungsgebäude wurde von 1984 bis 1994 restauriert und 1992 unter Denkmalschutz gestellt.
  • Pfarrkirche St. Florin
    Die neugotische Pfarrkirche Vaduz wurde in den Jahren 1868 bis 1873 am vormaligen Ort einer mittelalterlichen Kapelle erbaut. Sie wurde nach Plänen des Wiener Architekten Friedrich von Schmidt (Erbauer des Wiener Rathauses) ausgeführt und am 5. Oktober 1873 eingeweiht. Mit der Einweihung der Kirche wurde Vaduz zur Pfarrei erhoben. Von 1965 bis 1966 wurde die Kirche innen und von 1975 bis 1976 aussen renoviert.
  • Schloss Vaduz
    Das Wahrzeichen von Vaduz ist das Schloss, eigentlich ist es eine im 16. und 17. Jahrhundert erweiterte mittelalterliche Burg. Die frühste ausdrückliche Erwähnung der Burg ist in einer Urkunde enthalten, mit der Graf Rudolf von Werdenberg-Sargans die Burg an Ulrich von Matsch verpfändet. Die damaligen Besitzer - und wahrscheinlich auch die Erbauer - waren die Grafen von Werdenberg-Sargans.
    Der Bergfried (12. Jahrhundert) und die Bauten der Ostseite bilden den ältesten Teil der Anlage. Der Turm steht auf einem Grundriss von zirka 12 x 13 m und weist im Erdgeschoss eine Mauerstärke bis zu 4 m auf. Der ursprüngliche Eingang lag auf der Hofseite auf 11 m Höhe.
    Die Kapelle St. Anna dürfte in ihren Grundlagen im Hochmittelalter erstellt worden sein. Der Hauptaltar ist spätgotisch. Im Schwabenkrieg von 1499 brannten die Eidgenossen das Schloss nieder. Von 1529 bis 1532 wurden die Rondelle gebaut. Die Westseite wurde noch unter Graf Kaspar von Hohenems (1613 - 1640) ausgebaut.
    Seit 1712 befindet sich das Schloss im Besitz der Fürsten von Liechtenstein. Vorübergehend (1712-1732) diente das Schloss noch als Landvogteisitz, doch der Grossteil der Gebäude zerfiel zusehends. Unter Fürst Johannes II. schliesslich wurde das Schloss in der Zeit von 1905 bis 1912 umfassend restauriert und später unter Fürst Franz Josef II. wohnlich ausgebaut. Seit 1938 ist das Schloss ständiger Wohnsitz der Fürstlichen Familie. Das Schloss ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
  • Landesbibliothek
  • Briefmarkenmuseum
  • Rheinberger-Haus mit Rheinberger-Denkmal
    Das „Gräfliche Amtshaus" in Vaduz wurde um 1550 erbaut und erstmals 1613 urkundlich erwähnt. 200 Jahre später wird es das „Renthaus" genannt. Es ist das Geburtshaus des Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839 - 1901). 1967 wurde das Haus renoviert und für die liechtensteinische Musikschule umgebaut. Vor dem Geburtshaus steht das Denkmal des Komponisten, ein Bronzebildnis (1939/40). Josef Gabriel Rheinberger starb in München und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 zusammen mit seiner Gattin auf den Vaduzer Friedhof überführt.
  • Landesmuseum
    Das Haus im Städtle Nr. 43 (die Landvogtei) wurde um 1500 im spätgotischen Stil gebaut und diente als Sitz der Landvögte. Im Brandischen Urbar 1505/1510 wurde es als Gasthaus vermerkt. Das „schöne Zimmer" stammt aus dieser Zeit, seine Decke ist noch heute ein Schmuckstück. Das Haus ist identisch mit der ehemaligen Herberge „Zum Hirschen", die um 1810 Tavernenwirtschaft „Zum Adler" hiess. 1637 erwarb Graf Kaspar von Hohenems die Herberge. Sie diente fortan als fürstliche Taverne, deren Pächter zugleich als Zöllner amteten.
    Sie war Sitz des Hauptzollamtes in Liechtenstein, wo die Warentransporte auf der Handelsstrasse zwischen Chur und Feldkirch kontrolliert wurden. In diesem Gasthof übernachtete vom 1. auf den 2. Juni 1788 anlässlich seiner Rückkehr aus Italien Johann Wolfgang von Goethe. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ging das Haus beim Herrschaftswechsel in den Besitz der Fürsten von Liechtenstein über. Von 1865 bis 1905 war das Haus in Vaduz Sitz der Regierung. Die gotischen Keller dienten als Gefängnis. Seit 1972 ist das Haus Sitz des Landesmuseums. 1992 wurde es wegen Baubebeschädigungen geschlossen. Ende November 2003 wurde das Liechtensteinische Landesmuseum nach elf Jahren wiedereröffnet.
  • Verweserhaus
    Das Verweserhaus in Vaduz, um 1550 erbaut und im Hohenemser Urbar 1613 urkundlich erwähnt, war ein markanter Spitzgiebelbau und schliesst sich südlich ans Landesmuseum an. Es diente als „neues Amtshaus" und später als Wohnsitz der Landvögte. Bei einem Umbau im Jahre 1983 verlor das Haus seinen bisherigen Charakter. Es war bis 1938 Wohnsitz des Landesverwesers. Im Zuge der Renovation und Erweiterung des benachbarten Landesmuseums wurde das Verweserhaus integrierter Bestandteil der Museumsbauten.
  • Engländerbau
    Das Haus im Städtle Nr. 37 wurde 1933/34 vom Architekten Erwin Hinderer im Auftrag einer englischen Gesellschaft als Geschäftshaus erbaut. Im Erdgeschoss dieses „Engländerbaus" in Vaduz befindet sich seit 1936 das Briefmarkenmuseum (Postmuseum) und das Verkehrsbüro. Ebenfalls im "Engländerbau" untergebracht ist der "Kuntraum", der zeigenössisches Kunstschaffen ausstellt.
    Das Haus diente bis im Herbst 2000 der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung und den Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein für Wechselausstellungen.
  • Rathaus Vaduz
    Das Gebäude in Vaduz wurde 1932/33 nach Plänen von Franz Roeckle erbaut und von 1982 bis 1984 renoviert. Bemerkenswert ist seine Südfassade mit den Verzierungen um die Fenster und das Balkonfresko von Johannes Troyer. An der strassenseitigen Front ist das in Stein gemeisselte Gemeindewappen zu erkennen.
    Der Fürstenhut symbolisiert die landesfürstliche Residenz und die Kirchenfahne erinnert an die Grafen von Werdenberg-Sargans zu Vaduz, unter denen 1342 der Grundstein zur späteren Eigenstaatlichkeit Liechtensteins gelegt wurden.
  • Rotes Haus
    Das Rote Haus in Vaduz (früher „Vaistlihof"), ein Wahrzeichen des Hauptorts, an der Fürst-Franz-Josef-Strasse, ist ein spätmittelalterlicher Treppengiebelbau. Sein Turm ist von weither sichtbar. Das Haus wurde von einem Erben der Vaistlis 1525 vom Kloster St. Johann im Thurtal erworben der dazugehörige Wingert hat seine hierdurch entstandene Bezeichnung „Abtswingert" bis heute behalten hat.
    Nach Aufhebung des Stifts St. Gallen, dem St. Johann inkorporiert war, verkaufte der Kanton St. Gallen 1807 die Besitzung an Johann Rheinberger. Es ist heute noch im Besitze der Familie Rheinberger. Unter Egon Rheinberger erfuhr es um 1910 wesentliche Umbauten; aus dieser Zeit stammt auch der Turm. Im rechten Winkel zum Haus steht der Torkel, der noch den alten Torkelbaum beherbergt.
  • Landesarchiv
  • Kunstmuseum Liechtenstein

Vaduz mit seinem autofreien Zentrum ist der Hauptort Liechtensteins
Vaduz mit seinem autofreien
Zentrum ist der Hauptort
Liechtensteins

Schloss Vaduz prägt das Erscheinungsbild des Hauptorts und ist zugleich Residenz der Fürstenfamilie
Schloss Vaduz prägt das
Erscheinungsbild des Hauptorts
und ist zugleich Residenz der
Fürstenfamilie

Das Rote Haus ist eine der historischen Sehenswürdigkeiten von Vaduz
Das Rote Haus ist eine der
historischen Sehenswürdigkeiten
von Vaduz

Die Rebberge in Vaduz: seit Jahrhunderten Ursprung bekannter Weine
Die Rebberge in Vaduz:
seit Jahrhunderten Ursprung
bekannter Weine

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