16.04.2014

Liechtenstein führt Politik der bilateralen Steuerabkommen fort

Die Liechtensteiner Regierung will Abschlüsse von Steuerabkommen mit anderen Staaten im neuen Jahr konsequent weiter vorantreiben. Die Prioritäten liegen auf Doppelbesteuerungsabkommen mit wirtschaftlich und strategisch wichtigen Partnern.

Die Regierung in Vaduz brachte in den letzten Jahren über zwei Dutzend neue Steuerabkommen unter Dach. Im Wesentlichen handelt es sich um Abkommen über den Informationsaustausch bei mutmasslichen Steuerdelikten und um Doppelbesteuerungsabkommen zur Vermeidung der doppelten Besteuerung von Privatpersonen und Firmen.

20 Verhandlungsmandate wurden für das nächste Jahr beschlossen. Das Verhandlungsprogramm dokumentiere, dass Liechtenstein den Aufbau eines globalen Abkommensnetzwerks mit Nachdruck vorantreiben wolle, sagte Regierungschef Klaus Tschütscher am Mittwoch in Vaduz.

Tschütscher betonte, Liechtenstein trage in den Abkommen den Bedürfnissen der Wirtschaft Rechnung und setze gleichzeitig die internationalen Standards um. Das Verhandlungsprogramm 2013 wurde unter Einbezug der betroffenen Verbände und Amtsstellen festgesetzt.

Das Programm benennt laut Regierungsangaben wichtige Handelspartner, die als Zielmärkte mit hoher Bedeutung identifiziert wurden und mit denen ein DBA abgeschlossen werden soll. Der Aufbau eines DBA-Netzes in allen Handelsregionen der Welt nehme in der Abkommens- und Standortpolitik Liechtensteins einen zentralen Platz ein.

Quelle: Schweizerische Depeschenagentur AG