Nach Berlin, Strassburg und Washington D.C. ist Wien die vierte
und letzte Station der erfolgreichen Ausstellungsreihe Liechtenstein Contemporary. Zu
Beginn der Herbstsaison erschliesst sich dem Wiener Publikum zum ersten Mal liechtensteinisches zeitgenössisches
Kunstschaffen in einem grösseren Rahmen. Es bietet sich auf Grund der Grosszügigkeit der zur Verfügung
stehenden Räumlichkeiten die Möglichkeit, sechs liechtensteinische Künstlerinnen und Künstler auszustellen.
Ausgewählt wurden Arbeiten von Marco Eberle, Barbara Geyer, Brigitte Hasler, Anna Hilti, Hanna Roeckle
und Carol Wyss. Die Erarbeitung des Ausstellungskonzepts erfolgte durch Gabriele Braun, Kuratorin der
Ausstellungsreihe. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt
auf einzelnen künstlerischen Positionen, die sich optimal ergänzen, und basiert nicht auf einer spezifischen
Themenstellung. Die Ausstellungsreihe geht auf eine
Initiative des ehemaligen Kulturbeirats der Liechtensteinischen Regierung und heutigen Kulturstiftung
Liechtenstein zurück, mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit eines kunstinteressierten Publikums im Ausland
auf die vielfältige und dynamische Kunstszene im Fürstentum Liechtenstein zu lenken. Bislang konnten
sechs Künstlerinnen und Künstler ihr Schaffen einem internationalen Publikum präsentieren. Bespielt
werden in Wien die Räumlichkeiten des Kunstraums Palais Porcia, welche zum Bundesministerium für Unterricht,
Kunst und Kultur gehören und dank langjähriger freundschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden Kulturministerien
zur Verfügung gestellt werden. Die Säulenhalle und die Arkadenräume des aus dem 16. Jahrhundert stammenden
Renaissancegebäudes werden seit Sommer 2000 für Ausstellungen, Buchpräsentationen und ähnliche Veranstaltungen
genutzt. Für Regierungsrätin Frick sind kulturpolitische
Aktivitäten im Ausland wichtig. "Wenn die Wahrnehmung im Ausland nicht mit unserer Selbstwahrnehmung
übereinstimmt, müssen wir aktiv werden und unser Land so darstellen, wie wir es sehen", so Kulturministerin
Aurelia Frick. |